| Essay on the True Manner of Playing the Clavier Zweyter Teil | Part II |
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| 8. Capitel. Vom Sextquintenaccord 1. Abschnitt. |
Chapter 8. On the 6/5 chord Section 1. |
| §. 10. Weil bey der dreystimmigen Begleitung ein Intervall verloren gehet, so muß man sie hier ohne Noth nicht brauchen, und, wenn sie nöthig ist, genau bemerken, welches Intervall zu missen ist. Die Terz, die reine Quinte und auch die Sexte, wenn diese letztere zumal die falsche Quinte bey sich hat, können nach Beschaffenheit der Umstände weggelassen werden. Wenn unsere Aufgabe im Durchgange vorkommt, so wird die Quinte nicht aufgelöset, sondern bleibt liegen; hier thut die Terz dazu nicht gut, man läßt sie daher lieber weg, und greift die Sexte und Quinte allein. Bey folgenden Exempeln werden die, vor der 6/5 hergehenden Aufgaben, wobey die 5 zum Sextquintenaccord schon liegt, ebenfalls dreystimmig abgefertiget *): | §10. Because |
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Ex. II:138 |
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| *) Weil wir schon öfter dreystimmige Sätze, zum Unterschied der vierstimmigen, mit dem Telemannischen Bogen bezeichnet haben: so kann auch hier über 6/5, wenn die Terz wegbleibet, dieser Bogen gesetzt werden. | *) Since we have already employed the Telemann bow often in three-voice passages to distinguish them from four-voice ones, this bow can also be used here over 6/5 when the third should be omitted. |
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